Gefühle

Emotionen wie Wut, Traurigkeit und Angst sind natürliche Teile des Lebens und variieren von Person zu Person.

Faktoren wie Veranlagung, Vererbung, Erziehung und Umwelt beeinflussen, wie intensiv wir diese Emotionen erleben, ebenso wie unsere Bewältigungsstrategien.

Während der kindlichen Entwicklung stehen Kinder vor neuen Herausforderungen, die zunächst verunsichernd sein können. Trotz intensiver Emotionen ist es wichtig zu verstehen, dass sie ein normaler Teil des menschlichen Erfahrungsspektrums sind.

Übermäßige Emotionen können jedoch das tägliche Leben beeinträchtigen und ein Gefühl der Hilflosigkeit vermitteln.
Etwa jedes fünfte Kind erlebt Gefühle, die den Alltag erschweren, wie Ängste vor Dunkelheit, Schul- und Leistungsängsten, die Angst vor Trennung von einer Bezugsperson oder Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation.

Auch verstärkte Traurigkeit, insbesondere nach belastenden Ereignissen (Trennung der Eltern, Krankheiten oder dem Tod eines Angehörigen) kann beobachtet werden. In solchen Fällen ist es wichtig, frühzeitig psychologische Unterstützung in Betracht zu ziehen.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Die Anzeichen können von Kind zu Kind variieren und hängen oft von der individuellen Persönlichkeit, den Bewältigungsstrategien und den spezifischen Lebensumständen ab. Dennoch gibt es einige häufige Anzeichen, die auf eine Überforderung der Situation hinweisen können. Hier sind einige davon:

  • Intensive Emotionen: Diese Emotionen können sich in Form von Wutausbrüchen, intensiver Traurigkeit, starken Ängsten oder andauernder Reizbarkeit zeigen.

  • Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation: Dies kann sich in impulsivem Verhalten, Selbstverletzung oder sozialem Rückzug äußern.

  • Verhaltensänderung: Das Kind ist ungewohnt ruhig und zieht sich zurück (trauriges, niedergeschlagenes Verhalten) oder es ist reizbarer, aktiver oder rebellierend.

  • Psychosomatische Symptome: Dazu gehören Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schlafstörungen Herzrasen, Übelkeit, Einnässe oder Einkoten

  • Schlafprobleme bzw. häufige Albträume

  • Soziale Isolation: Das Kind zeigt vielleicht Schwierigkeiten soziale Kontakte aufrechtzuerhalten oder es fällt ihm/ihr schwer sich in sozialen Situationen wohlzufühlen.

  • Mangelnde Konzentration: Dies kann sich in schulischen Leistungsproblemen zeigen.

  • Selbstverletzendes Verhalten: Fingernägel kauen, Haare reißen, Ritzen, etc.

Diagnostik

Das frühzeitige Erkennen einer Überforderungssituation ermöglicht eine rasche Behandlung und minimiert das Risiko, eine weitere psychische Erkrankung zu entwickeln. Die Überforderung mit Gefühlen zeigt sich in einer Vielfalt an Symptomen, weshalb seitens unserer KinderpsychologInnen eine Testung auf kognitiver, emotionaler, physiologischer und Verhaltensebene sinnvoll erscheint.

Therapie

Ein individueller Therapieplan wird auf Grundlage der psychologischen Diagnostik erstellt. Neben der Aufklärung bezüglich der Probleme des Kindes (Psychoedukation) kommen je nach individueller Thematik unterschiedliche Behandlungselemente zur Stützung, Begleitung sowie Bearbeitung aktueller Probleme zum Einsatz. Je nach Intensität sowie Alter des Kindes wird mit Gesprächen, Spielsequenzen und Übungen gearbeitet. Ein wichtiger Baustein sind auch Entspannungseinheiten sowie die Vermittlung von Emotionsregulationsstrategien.


Beratung

Begleitende Elternarbeit ist ein wesentlicher Baustein für den Therapieerfolg. In Form von Elterngesprächen ermöglichen wir Ihnen, die Sichtweise des Kindes besser zu verstehen. Mit möglichst konkreten Verhaltensvorschlägen möchten wir Sie unterstützen, Ihr Kind gut begleiten zu können.
Die Therapie des Kindes in Kombination mit Elternberatung stellt ein optimales Setting dar.

WEITERE THERAPIE SCHWERPUNKTE:

AUTISMUS – SPEKTRUM – STÖRUNG

Symptome:
Von massiven Beeinträchtigungen (Intelligenzminderung, deutliche Sprachentwicklungsverzögerung) bis hin zu geringfügigen Auffälligkeiten

MUTISMUS

Symptome:
Beim Mutismus liegen keine anatomischen Probleme vor, die das Sprechen beeinträchtigen. Das Kind ist grundsätzlich in der Lage zu sprechen, entscheidet sicher aber dagegen oder kann sich nicht dazu überwinden.

TRENNUNG / SCHEIDUNG

Symptome:
Aggressivität, Zurückziehen,
Trauer, Unsicherheit, Ängsten
Lern,- Konzentrations-schwierigkeiten, Legasthenie
Rückschritte in der Entwicklung
psychosomatische Beschwerden

SENSORISCHE INTEGRATION

Symptome:
Sind Kinder unaufmerksam, draufgängerisch, tollpatschig oder zappelig? Für all diese Phänomene könnte ein wichtiger Aspekt verantwortlich sein: eine Beeinträchtigung in der zentralen Verarbeitung der Sinnes-informationen. 

LEGASTHENIE / DYSKALKULIE

Symptome:
Treten die Schwierigkeiten im Bereich des Schreibens und Lesens auf, so wird von einer Legasthenie gesprochen. Bei Unsicherheiten im mathematischen Bereich von einer Dyskalkulie. Bei einigen Menschen treten die Probleme auch kombiniert auf.

AD(H)S

Symptome:
Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS, ist gekennzeichnet durch Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität. Kinder mit einer Aufmerksam-keitsstörung ohne Hyperaktivität, kurz ADS, sind gewöhnlich ruhig, wirken verträumt und in ihren Gedanken versunken.

Vorträge/Gruppenangebote

Wir bieten Vorträge und Workshops zu unterschiedlichen Themen an!

Unsere Kinderpsychologinnen bieten Fortbildungen zu den wichtigsten Themen der Entwicklungs-psychologie. Stöbern Sie in unserem vielfältigen Angebot für Eltern und Personen aus dem pädagogischen Umfeld (KindergartenpädagogInnen, -assistentinnen, LehrerInnen, Stützkräfte, FreizeitpädagogInnen,…).